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Telefonaktion Kontinenz-Woche

Sie sind nicht allein!

Hilfe bei Blasenschwäche

„Die kann das Wasser nicht halten“ – was oft salopp dahergesagt wird, ist für Betroffene eine enorme psychische und physische Belastung. Inkontinenz von Blase oder Darm schränkt den Alltag massiv ein.

In Deutschland leiden rund 3,7 Millionen Menschen an Harninkontinenz. Besonders häufig sind Frauen sowie Menschen über 60 Jahre betroffen. Doch die gute Nachricht ist: Inkontinenz ist behandelbar. Niemand muss sich aus Scham zurückziehen oder das Haus nicht mehr verlassen.

Wann:

17. Juni 2026

Telefonnummer:

Uhrzeit:

09:00 – 14:00 Uhr

Experte:

Florian Lenz, Chefarzt 

„Die Blase bringt einen nicht um, aber sie kann einem die Lebensqualität nehmen.“ – Dr. Florian Lenz

Die genaue Diagnose

Der Ursache auf den Grund gehen

Die Beckenbodenschwäche

(Belastungsinkontinenz)

Was ist das? Die Muskulatur und das Bindegewebe des Beckenbodens sind zu schwach, um die Harnröhre bei Belastung sicher zu verschließen.

Wann tritt es auf? Typischerweise verlieren Betroffene unwillkürlich Urin beim Lachen, Niesen, Husten oder beim Heben schwerer Lasten.

Hintergrund: Oft sind Schwangerschaften, Geburten oder eine allgemeine Bindegewebsschwäche im Alter die Ursache.

Die Drangblase

(Überaktive Blase)

Was ist das? Die Blasenmuskulatur zieht sich krampfartig zusammen, obwohl die Blase noch gar nicht voll ist.

Wann tritt es auf? Betroffene verspüren einen plötzlichen, extrem starken Harndrang, dem sie oft nicht rechtzeitig nachgeben können. Der Gang zur Toilette muss sofort erfolgen.

Hintergrund: Hier liegt das Problem meist nicht an der Muskelschwäche, sondern an einer Fehlsteuerung der Reizweiterleitung.

Die Mischinkontinenz

Was ist das? Wie der Name sagt, treten hier Symptome der Beckenbodenschwäche und der Drangblase gleichzeitig auf.

Wann tritt es auf? Man verliert Urin bei körperlicher Anstrengung, leidet aber zusätzlich unter häufigem, abruptem Harndrang.

Hintergrund: Da hier zwei verschiedene Ursachen zusammenkommen, ist eine besonders sorgfältige Abstimmung der Therapiebausteine (z. B. Kombination aus Training und Medikamenten) wichtig.

Inkontinenz beim Mann

Was ist das? Bei Männern ist der Verschlussmechanismus der Blase oft mechanisch beeinträchtigt oder die Blasenfunktion durch organische Veränderungen gestört.

Wann tritt es auf? Häufig kommt es zu einem sogenannten „Nachträufeln“, einem erschwerten Beginn des Wasserlassens oder einem permanenten Dranggefühl.

Hintergrund: Die Ursache liegt meist im Bereich der Prostata, etwa durch eine gutartige Vergrößerung oder als Folge einer Operation.

Ihr Weg zurück in den Alltag

Wege aus der Inkontinenz

Die Behandlung richtet sich immer nach der jeweiligen Ursache. Niemand muss sich mit der Erkrankung abfinden – es gibt vielfältige Wege zurück zu mehr Lebensqualität.

Konservative Maßnahmen

Häufig helfen bereits einfache, nicht-operative Wege, um die Kontrolle zurückzugewinnen:

  • Gezielte Physiotherapie: Aktive Stärkung der Beckenbodenmuskulatur.

  • Toilettentraining: Ein geplanter Rhythmus unterstützt besonders im hohen Alter oder bei Demenz.

  • Trinkverhalten: Anpassung von Menge und Zeitpunkt der Flüssigkeitsaufnahme im Alltag.

Medikamente & Technologie

Wenn Training allein nicht ausreicht, setzen wir auf moderne medizinische Unterstützung:

  • Medikamentöse Therapie: Spezielle Präparate kommen vor allem bei der Drangblase zum Einsatz.

  • Reizstromtherapie: Ein spezielles Verfahren zur Beruhigung der Blase oder Nervenstimulation.

  • Moderne Zentrums-Verfahren: Innovative Methoden, die in spezialisierten Zentren angeboten werden.

Operative Eingriffe

Sollten konservative Methoden nicht den gewünschten Erfolg bringen, bietet die Chirurgie Lösungen:

  • Kleinere Eingriffe: Oft sind nur minimale operative Maßnahmen sinnvoll, um die Funktion wiederherzustellen.

  • Individuelle Beratung: Ob ein Eingriff nötig ist, wird erst nach einer genauen Untersuchung der Inkontinenzform entschieden.

Wir sind für Sie da!

Egal ob Sie selbst betroffen sind oder sich als Angehöriger informieren möchten – wir unterstützen Sie dabei, den ersten Schritt aus der Tabuzone zu gehen.

Rufen Sie uns am 17.06. an – wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen!

Beckenbodenzentrum in Heidelberg

Vereinbaren Sie ihren Termin!

Wir freuen uns darauf, Sie im ambulanten Beckenbodenzentrum der Klinik Sankt Elisabeth zu betreuen. Vereinbaren Sie gerne einen Termin, damit wir uns ausreichend Zeit für Ihre Anliegen nehmen können. Bei Fragen oder Unsicherheiten stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Spezialsprechsstunden

  • Mittwoch
    08 Uhr – 12 Uhr